News 2013

Neue Muster für Zuwendungsbestätigungen

Zum 7. November 2013 hat das Bundesministerium der Finanzen neue Muster für Zuwendungsbestätigungen herausgegeben. Die Verwendung dieser neuen Muster ist bereits ab 2014 verpflichtend.

Daher sollten gemeinnützige Organisationen ihre alten Zuwendungsbescheinigungen möglichst bald ersetzen.  Die Zuwendungsbestätigungen können weiterhin von jeder Organisation selbst hergestellt und individuell angepasst werden (z.B. Verwendung eines eigenen Logos), sie müssen diesen amtlichen Mustern inhaltlich jedoch entsprechen und dürfen maximal eine DIN A4 Seite einnehmen.

Das Thema Zuwendungsbescheinigung sollten die Organisationen ernst nehmen, denn: werden Zuwendungsbestätigungen unrichtig ausgestellt, können Verein und verantwortliche Vorstandsmitglieder in Haftung genommen werden.

Die neuen Muster wurden notwendig, da mit dem Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes vom 21. März 2013 (BGBl. I S. 556) die Abzugsfähigkeit von Spenden an Stiftungen und das Verfahren zur Feststellung, ob die Satzung einer Körperschaft die Anforderungen der Abgabenordnung erfüllt, verbessert worden ist.

Neu ist, dass es keine vorläufigen Bescheinigungen mehr gibt. Diese bekam ein gemeinnütziger Verein bisher bei seiner Neugründung vom Finanzamt ausgestellt. Mit dem Ehrenamtsstärkungsgesetz wurden die vorläufigen Bescheinigungen durch den Feststellungsbescheid nach §60a AO ersetzt.

Übergangsweise bleiben die bislang ausgestellten vorläufigen Bescheinigungen weiterhin gültig und die betroffenen Körperschaften sind übergangsweise weiterhin zur Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen berechtigt. Diese Körperschaften haben in ihren Zuwendungsbestätigungen anzugeben, dass sie durch vorläufige Bescheinigung den steuerbegünstigten Zwecken dienend anerkannt worden sind. Die Bestätigung ist wie folgt zu fassen:

Wir sind wegen Förderung (Angabe des begünstigten Zwecks / der begünstigten Zwecke) durch vorläufige Bescheinigung des Finanzamtes(Name), StNr. (Angabe) vom (Datum) ab (Datum) als steuerbegünstigten Zwecken dienend anerkannt.

Weitere Änderungen sind zum Beispiel:

 

  • Gegen optische Hervorhebungen von Textpassagen beispielsweise durch Einrahmungen und/oder vorangestellte Ankreuzkästchen bestehen keine Bedenken. Die Verwendung eines Briefpapiers mit einem Logo, Emblem oder Wasserzeichen der Einrichtung ist zulässig.
  • Bei Sachspenden aus dem Betriebsvermögen bemisst sich die Zuwendungshöhe nach dem Wert, der bei der Entnahme angesetzt wurde und nach der Umsatzsteuer, die auf die Entnahme entfällt (§ 10b III 2 EStG).
  • Die Zeile, ob es sich um den Verzicht auf die Erstattung von Aufwendungen handelt, ist stets in die Zuwendungsbestätigungen über Geldzuwendungen/ Mitgliedbeiträge zu übernehmen und entsprechend anzukreuzen. Dies gilt auch für Sammelbestätigungen und in den Fällen, in denen ein Zuwendungsempfänger grundsätzlich keine Zuwendungsbestätigungen für die Erstattung von Aufwendungen ausstellt.


Die Muster können Sie hier aufrufen. Die Neuerungen sind durch Verwendung einer abweichenden Schriftart gekennzeichnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

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