Grundlagen & Zahlen

AIDA

Bekanntes Kommunikationsmodell. Beschreibt die Argumentationsreihenfolge in der Spenderansprache. AIDA steht für Attraction - Interest - Desire - Action.

Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (BAGFW)

Die BAGFW ist eine Arbeitsplattform der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Zu den Spitzenverbänden zählen:

Arbeiter Wohlfahrt (AWO)
Deutscher Caritasverband (DZV)
Der Paritätischer Wohlfahrtsverband (Der Paritätische)
Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD)
Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)

Bußgeldmarketing

Bußgeldmarketing bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen, die eine gemeinnützige Körperschaft im Bereich der Werbung, Zuweiserbindung und der Bußgeldverwaltung initiiert, um Geldauflagen für die Finanzierung ihrer Arbeit zu erschließen. Diese Form des Geldsegens ist europaweit nur in Deutschland möglich und bildet einen festen Bestandteil der Spendeneinnahmen vieler Einrichtungen.

Capital Campaign

Bei einer Capital Campaign handelt es sich um ein strukturiertes Fundraising-Programm, dass eine Organisation in die Lage versetzt, eine hohe Geldsumme in einem begrenzten Zeitraum (in der Regel zwischen drei und fünf Jahren) für spezifische Förderprojekte einzuwerben. Kapitalkampagnen richten sich sowohl an Privatpersonen, als auch an Unternehmen und Stiftungen als Förderer.

Cause Related Marketing

Appelle an das soziale Gewissen setzen Kaufimpulse. Die Antwort auf diese Erkenntnis lautet Cause Related Marketing (CRM). Das bedeutet so viel wie "zweckbezogenes Marketing" und steht für PR-Kampagnen, bei denen der Verkauf eines Produktes an eine Spende für eine gute Sache gekoppelt ist.

Co-Branding cards / Charity cards

Co-Branding cards sind Kreditkarten die von einem Kreditinstitut in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen oder einer Organisation aus dem Nicht-Bankensektor herausgegeben werden. Neben der steigenden Bekanntheit profitiert die NPO in der Regel von weiteren Unterstützungsformen. wie die Förderung eines gemeinsamen Spendenprojekts, kostenlose Dienstleistungen oder Sachspenden der Bank.

Corporate SociaI Responsibility (CSR)

Die Europäische Kommission definiert CSR als: "Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren." In Deutschland hat sich CSR als Begriff durchgesetzt und steht für ein gesellschaftliches Engagement von Unternehmen, sowohl nach innen als auch nach außen. CSR ist das Bindeglied zwischen Profit-und Nonprofit-Organisationen (NGO). Die Tauschbeziehungen sind denkbar einfach: Die Unternehmen geben Kapital-, Sach-und Know-how-Hilfen an die NGOs. Letztere wiederum sorgen für ein besseres Image und damit indirekt tür eine Umsatzsteigerung der Unternehmen. Die Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit von Profit-und Nonprofitorganisationen liegt häufig in einem gemeinsamen Medien-und Marketing auftritt.

Customer Relationship Management (CRM)

CRM (dt. Kundenbeziehungsmanagement) bezeichnet die Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen und ist ein wichtiger Baustein für Beziehungsmarketing. Vor allem im dritten Sektor sind Beziehungen zwischen den Organisationen. Kunden und Unternehmen langfristig ausgerichtet. Im Fundraising spricht man auch von Donor Relationship Management (DRM). CRM unterstützt die Kommunikation im Kundenprozess mit verlässlichen Zahlen. Daten, Fakten, um die Aufmerksamkeit in Beziehungen mit einem hohen Kundenwert zu konzentrieren und Schwachstellen im Dialog mit dem Kunden zu identifizieren. So gibt CRM-Software z. B. eine Struktur vor, um einen standardisierten Arbeitsvorgang zu gewährleisten.

Danken

Danksagungen sind eines der wichtigsten Instrumente in der Spenderbindung. Sie zeigen Wertschätzung und Respekt für die geleistete Unterstützung. Form und Intensität des Dankes orientieren sich in der Regel an der Stellung des Spenders auf der Fundraising-Pyramide.

Deutscher Spendenrat

Der Deutsche Spendenrat e.V. ist die Interessenvertretung spendensammeindergemeinnütziger Organisationen. Mitglieder des Deutschen Spendenrates e. V. sind private und kirchliche Träger, die sich für Humanitäre Hilfe, Tier-, Arten-und Naturschutz engagieren. Seine Mitglieder verpflichten sich zu Transparenz, Vermeidung von Werbung, die gegen die guten Sitten verstößt, sowie auf den Weiterverkauf von Werbung. www.spendenrat.de

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI)

Das DZI ist eine unabhängige Institution mit Sitz in Berlin, die soziale und karitative Nichtregierungsorganisationen in Deutschland auf die Verwendung ihrer Spendengelder prüft. Nach bestandener Prüfung verleiht es das DZI Spenden-Siegel. Dieses steht für die nachgeprüfte, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Spendengelder und damit für die Seriosität und Transparenz der geprüften Organisation. Das Siegel wird jährlich vergeben bzw. bestätigt. www.dzi.de

Drei Säulen des Fundraising

Der Erfolg einer Spendenkampagne beruht auf drei Säulen: der Marke, der Zielgruppe und dem Projekt. Diese Säulen müssen einzeln klar definiert und aufeinander abgestimmt werden. Dafür müssen verschiedene Fragen im Vorfeld beantwortet werden: Was ist der Markenkern meiner Organisation und was sind die Besonderheiten? Wie bekannt ist die Marke? Wie wird meine Organisation in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Welche Relevanz hat die Marke für die Zielgruppen? Sind die Projekte für die Zielgruppe interessant? Passen die Projekte zur Marke?

Dritter Sektor

Auch als Nonprofit-Sektor geläufig. Bezeichnet all diejenigen Organisationen, die weder den Bereichen Privatwirtschaft oder Staat, noch dem informellen Privatbereich zugeordnet werden können.

Emergency Fundraising

Das Fundraising für Not-und Katastrophenhilfe unterscheidet sich nur bedingt vom regulären Fundraising. Es geht um schnelle und effektive Hilfe für Opfer von Krieg, Gewalt oder Naturkatastrophen. Um diese besondere Art der Hilfe leisten zu können, benötigen die Hilfsorganisationen Strukturen und Fachkräfte, die auch ohne Katastrophen vorgehalten und finanziert werden müssen. Das Emergency Fundraising muss zeitlich sehr eng mit dem Ereignis und der Medienberichterstattung zusammenfallen um das nötige Problem bewusstsein in der Bevölkerung nutzen zu können. Dazu müssen klassische Fundraising-Instrumente beschleunigt und spezielle Fundraising-Werkzeuge genutzt werden. Dazu zählen unter anderen die PR-und Medienarbeit, Spenden Hotlines und Spendengalas.

Erbschaftsfundraising/ Legat

Beim Erbschaftsfundraising handelt es sich um eine spezielle Form des Fundraisings. Dabei wird um Vermächtnisse (Legate), Erbschaften, (Zu-)Stiftungen und sonstige Zuwendungen zu Lebzeiten und von Todes wegen geworben. Zielgruppe sind potenzielle Erblasser, Erben und (Zu-)Stifter. Dieses Fundraisinginstrument ist ein hochsensibles Thema, das viel Fingerspitzengefühl erfordert.

Face-to-Face

Face-to-Face ist die aus dem Amerikanischen übernommene Bezeichnung für das direkte, persönliche (Einzel-) Gespräch mit Spenderinnen und Spendern. In keinem anderen Gebiet des Fundraisings und der Kommunikation steht der Spender so im Mittelpunkt des Geschehens. Neben den Großspendern, die über Massenbindungsmittel, wie z.B. Patenschaften, gewonnen bzw. gehalten werden können, sind es vor allen Dingen die Top-Spender, die Zustifter und die Testamentspender, bei denen die persönliche Betreuung zum Zuge kommt.

Füllanzeige

Zahlreiche Printmedien nehmen kostenlose Inserate zur Spendenwerbung für gemeinnützige Organisationen auf. Sie füllen damit Lücken in ihren Anzeigenspalten und tun zugleich Gutes. Ähnliches geschieht durch Fernsehanstalten, die Werbezeiten kostenlos zur Verfügung stellen. Werbeagenturen erklären sich vielfach bereit, Werbespots für gemeinnützige Organisationen kostenlos oder gegen Kostenerstattung zu produzieren. Nebenbei haben sie damit gute Chancen, begehrte Auszeichnungen zu gewinnen und ihr Renommee zu stärken.

Fundraising-Pyramide

Die Fundraising-Pyramide zeigt den Zusammenhang zwischen der Höhe der Zuwendung, der Anzahl der Förderer und dem erforderlichen (Zeit-)Aufwand.

Gemeinützige GmbH (gGmbH)

gGmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, der besondere Steuervergünstigungen gewährt werden, sofern ihre Satzung und tatsächliche Geschäftsführung den Anforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts entsprechen. Die Gewinne einer gGmbH müssen für den gemeinnützigen Zweck verwendet werden und dürfen grundsätzlich nicht an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Die Inanspruchnahme der Steuervergünstigungen richtet sich nach den §§ 51 ff. der Abgabenordnung, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgt durch das zuständige Finanzamt.

GFK-Charity-Scope

Die GfK beleuchtet mit dem Verbraucherpanel GfK Charity*Scope den deutschen Spendenmarkt. Dazu tragen die Teilnehmer Monat für Monat die geleisteten Spenden in ein Tagebuch ein. Unter anderem werden das Datum der Spende, die Höhe der Spende und der Empfänger der Spende, also die Spendenorganisation (z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Brot für die Welt usw.) abgefragt.

Großspenden/Major Gifts

Als Großspenden werden solche Spenden bezeichnet, die weit über dem durchschnittlichen Spendeneingang einer Organisation liegen. Dies variiert je nach Organisation erheblich. Großspender sollten eine besondere Betreuung erhalten, da sie durch große Einzel-oder Mehrfachzuwendungen den Löwenanteil der Spendenerlöse erbringen. Folgende Kategorien können die Basis für eine Definition geben, wer als Großspender gelten kann:

• Spendenhöhe (Requency)
• Dauer der Zugehörigkeit zur Organisation
• Upgrading-Potenzial aufgrund des bisherigen Spendenverhaltens

Haustür-und Stra8ensammlung

Die persönliche Direktansprache ist im Fundraising die erfolgreichste, gleichzeitig auch umstrittenste Möglichkeit, neue Spender oder Förderer für eine Organisation zu gewinnen. Sie unterliegt strengen gesetzlichen Verordnungen. Bei Haustürsammlungen werden die Förderer direkt zu Hause besucht und angesprochen, bei Straßensammlung werden Personen an jedermann zugänglichen Orten angesprochen. Die Straßensammlung hat unter Verwendung verschlossener Sammelbüchsen zu erfolgen, auf denen der Name des Veranstalters der Sammlung deutlich sichtbar ist. Die Kosten einer Haustür-und Straßenwerbung sind je nach Umsetzungsgröße meist hoch.

Incentives

Incentives, oder Kaufanreize im Allgemeinen sind Geld-und Sachprämien, die von Unternehmen eingesetzt werden, um Einzelpersonen zu beeinflussen, zu motivieren oder zu belohnen. Im Fundraising werden Incentives vor allem als Verstärker bei Spenden mailings eingesetzt. Kalender, Postkarten, Adressaufkleber usw. werden beigelegt, um die Spendenbereitschaft des Empfängers zu erhöhen.

Kaltmailing

Als Kaltmailing im Fundraising bezeichnet man einen Spenden brief einer Organisation, der an unbekannte Adressaten gesendet wird. Die Adressen werden meist von Adressdatenbank käuflich erworben und entsprechen dem Zielgruppenprofil der Organisation.

KISS Prinzip

Das KISS-Prinzip besagt, dass stets die einfachste mögliche Lösung eines Problems gewählt werden sollte. Auch im Fundraising gilt: Keep it short and simple!

Kommunikationsmatrix

Die Kommunikationsmatrix ist ein Projektmanagementwerkzeug zur Dokumentation der Kommunikationswege im Rahmen eines Projekts. Sie stellt sicher, dass die Instrumente und Maßnahmen integrativ konzipiert sind und dass diese komplementär wirken können.

Lastschrifte

Als Lastschriften oder LEZ (Lastschriften Einzugsermächtigung) werden meist Dauerspenden bezeichnet, die direkt vom Konto des Spenders/ der Spenderin abgebucht werden dürfen. Diese sind im Fundraising besonders beliebt, da sie eine hohe Verlässlichkeit für die Organisation bieten.

Lohnspenden/Payroll Giving

Die in Großbritannien und den USA weit verbreitete Spendenart des Payroll Giving besteht darin, dass Arbeitnehmer einen geringen Teil ihrer Einkünfte für einen gemeinnützigen Zweck spenden. Diese Lohnspende wird automatisch von der Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers einbehalten.

Markendreiklang

Der kommunikative Status einer Marke, ist anhand der folgenden Eckwerte gegeben: Markenbekanntheit, Markensympathie und Markenverwendung. Die gleichzeitige Betrachtung der drei Potenziale des Markendreiklanges erlaubt eine erste generelle Positionsbestimmung einer Marke. Aus den Relationen der drei Parameter ergeben sich dann erste Ansätze einer Stärken-und Schwächenanalyse des Kommunikationsstatus der jeweiligen Marke.

Mäzen

Ein Mäzen ist eine Person, die eine Institution, kommunale Einrichtung oder Person mit Geld oder geldwerten Mitteln bei der Umsetzung eines Vorhabens unterstützt, ohne eine direkte Gegenleistung zu verlangen. Vom Sponsoring unterscheidet sich das Mäzenatentum dadurch, dass ihm keinerlei geschäftliche Nutzenerwartung des Mäzen zugrunde liegen (altruistisches Handeln). Viele Mäzene legen sogar Wert darauf, ungenannt zu bleiben.

Mission-based-Fundraising

Kern jeder NPO ist ihre Mission. Sie fundiert die Vision bzw. Beschreibung, was die NPO in der Gesellschaft durch ihre Projekte erreichen will. Im Mission-based-Fundraising gründet sich die Beziehung zwischen den Förderern und der Organisation auf ein gemeinsam geteiltes Wertesystem sowie auf eine gemeinsame Zielvorstellung. Die Mission bildet so die emotionale Basis einer langfristigen Unterstützerbeziehung.

Multi-Channel-Fundraising

Die Kombination verschiedener Kommunikationskanäle zu einer systematischen Einheit und die Übermittlung einer einheitlichen, konsistenten Botschaft über alle Kanäle werden unter dem Stichwort des Multi-Channel-Fundraisings zusammengefasst. Der Begriff "Cross-Media-Marketing" kann synonym verwendet werden. Der Ansatz besteht darin Interessenten, Förderer und Unterstützer die gewünschten Informationen über den jeweils besten Kommunikationskanal zum jeweils besten Zeitpunkt zu übermitteln.

Nonprofit-Organisation / Nongovernmental Organisation

Als Nonprofit-Drganisation (NPO) sind Vereine, Stiftungen oder Verbände, die keine kommerziellen Interessen verfolgen, sondern gemeinnützigen sozialen, kulturellen oder wissenschaftlichen Zielsetzungen ihrer Mitglieder dienen. Eine Nongovernmental Organisation (NGO) ist eine nichtstaatliche Organisation, die nicht auf Gewinn gerichtet ist, und von staatlichen Stellen weder organisierte noch abhängig ist.

Online-Fundraising

Beim Online-Fundraising wird das Kommunikationsmedium Internet für den Spendenaufruf genutzt. Auf einer eigenen Internetseite werben die verschiedenen Organisationen für ihren Einsatz und rufen zum Spenden auf. Über das Internet können Spenden direkt ausgelöst werden (z. B. über Lastschrift oder Kreditkarte). NPOs hoffen außerdem, über das Internet jüngere Zielgruppen erreichen zu können, die bisher erst schlecht erschlossen sind.Für die Spendengewinnung im Internet werden zum Beispiel Newslettern und Websites mit Spendenformular eingesetzt.

Pareto-Verteilung

Die Pareto-Verteilung ist eine stetige Wahrscheinlichkeitsverteilung. Die Pareto-Verteilung beschreibt das statistische Phänomen, wenn eine kleine Anzahl von hohen Werten einer Wertemenge mehr zu deren Gesamtwert beiträgt, als die hohe Anzahl der kleinen Werte dieser Menge. Hieraus leitet sich die ..80-zu-20-Regel" ab. 80% der Spenden werden von 20% der Spender geleistet.

Patenschaften

Als Patenschaft wird die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht bezeichnet. Für eine Stiftung oder ein Projekt im weitesten Sinne können Menschen eine PatenSChaft übernehmen. Viele Kinderhilfswerke bieten Menschen die Möglichkeit an, Patenschaften für Kinder aus armen Regionen zu übernehmen. Die Patenschaftsberträge finanzieren dabei Projekte. mit denen die Lebensumstände der Kinder, deren Familien und der ganzen Gemeinde dauerhaft verbessert werden sollen.

Philanthropie

Die Philanthropie bedeutet Menschenfreundlichkeit oder Menschenliebe. Als Philanthropen werden im allgemeinen Menschen bezeichnet, die für andere Menschen Gutes tun oder gar ihr Leben dem Dienst an ihren Mitmenschen widmen, also vorrangig altruistisch handeln.

Relationship-Fundraising

Das Anliegen des Relationship Fundraising ist es, bestehende Spenderbeziehungen weiter zu entwickeln und zu vertiefen. Relationship Fundraising basiert auf einem vertrauensvollen und partnerschaftlichen Dialog zwischen Gebern und Nehmern und kultiviert das Interesse des Unterstützers an der Organisation. Im Zentrum des Fundraising stehen immer der erfolgreiche Aufbau, die Aufrechterhaltung und Verbesserung von Beziehungen zu allen relevanten Bezugsgruppen und Personen. Es gilt, die Bedürfnisse und Wünsche der Spender/innen zu ermitteln und wirksamer als die Konkurrenz zu erfüllen.

Response

Steht für Resonanz, Reaktion, Rücklauf, Zahl der Antworten, Bestellungen, Coupons usw. auf eine Aussendung. Beispiel: Eine Mailing-Aktion an 50.000 Adressen erbringt 1.000 zurückgesendete Bestellscheine. Die Response beträgt dann 2%.

Return on Investment (ROI)

Der ROI drückt aus, was aus dem Investment, also dem betriebsnotwendigen Vermögen und dem damit gebundenem Kapital, "zurückkehren" soll. Der ROI ermöglicht es somit, die Rendite des investierten Kapitals und dessen Rückflussdauer zu bestimmen. Der ROI gibt also den Wert an, den die NPO im Gegenzug für die Kosten der Fundraisingkampagne erzielt.

RFM-Analyse

Die RFM-Analyse dient zur Berechnung des "Spenderwertes" (Donor Value). "R" steht für Recency, was der Aktualität der Person entspricht und die Zeitdauer beinhaltet, die seit der letzten Spende vergangen ist. "F" steht für Frequency und repräsentiert die Spendenhäufigkeit der Person seit der ersten Spende. "M" steht für Monetary Value und zeigt den Umsatz (oder den durchschnittlichen Umsatz) an, der bisher über den Spender generiert werden konnte.

Sieben-Phasen-Modell

Diese Modell bietet eine praxisnahe Anleitung für die Erarbeitung einer Fundraising-Konzeption mit besonderem Fokus auf der systematischen Marketing-Kommunikation. Dieses Modell kann für die Planung kleinerer und größerer Fundraising-oder Öffentlichkeitskampagnen, ebenso wie für die Erarbeitung eines umfassenden Gesamtkonzeptes für Nonprofit-Organisationen angewendet werden.

Phase 1: Aufgabensteilung und Fragen
Phase 2: Antworten und Analysebilanz
Phase 3: Zielsetzung
Phase 4: Strategie und Planung
Phase 5: Kreation
Phase 6: Druck, Buchung, Realisation
Phase 7: Kontrolle

Sozialmarketing

Die Begriffe Sozialmarketing bezeichnet ein Marketingkonzept das für die Geschäftstätigkeit nicht primär gewinnorientierter Organisationen (NPO Non-Profit-Organisationen) angewandt wird. Sozialmarketing bezeichnet also alle Marketingaktivitäten die von staatlichen, gemeinnützigen oder anderweitig nicht kommerziellen Organisationen, wie z.B. Unternehmen oder Verwaltungseinrichtungen der öffentlichen Hand oder überwiegend sozial orientierten Institutionen wie Krankenhäusern, Sozialstationen, Vereinen oder Pflegeeinrichtungen durchgeführt werden.

Spendenbarometer

Das Spenden barometer veranschaulicht den aktuellen Spendenstand einer Organisation für ein bestimmtes Projekt oder eine Aktion. So können sich die SpenderInneen und FörderInnen jederzeit über den Stand der eingegangenen Spenden (meist online) informieren.

Spendenbrief/mailing

Mit einem Spendenbrief bitten viele Organisationen (besonders zu speziellen Anlässen, wie z.B. Weihnachten) um die Unterstützung verschiedener Projekte durch eine Spende. Klassischerweise besteht ein Spendenmailing aus 5 verschiedenen Elementen:

1. Anschreiben, um den/die SpenderIn persönlich anzusprechen
2. Beileger, um über das Spendenprojekt oder den Spendenzweck zu informieren
3. Zahlschein
4. Rückantwortmöglichkeit
5. Give-aways / Incentives / Verstärker

Spendenmotive

Als Spendenmotive werden die Gründe bezeichnet, die Personen (künftige SpenderInnen) zu einer Spende veranlassen. Einige Motive sind zum Beispiel Werte und Glaubensgrundsätze, Zugehörigkeit, Einflussnahme, das schlechte Gewissen beruhigen und eine Steigerung des Selbstwertgefühls.

Sponsoring

Unter Sponsoring versteht man die Förderung von Organisationen oder Vereinen durch ein Unternehmens im Rahmen einer vertraglich geregelten Vereinbarung. Auf die Leistung des Unternehmens erfolgt eine Gegenleistung der Organisation/des Vereins.

Stiftung

Bei einer Stiftung legt der/die StifterIn einen Zweck fest, der mit Hilfe eines Vermögens verfolgt werden soll. Dabei wird in der Regel das Vermögen auf Dauer erhalten, und es werden nur die Erträge tür den Zweck verwendet. Die meisten Stiftungen werden in privatrechtlicher Form errichtet und dienen gemeinnützigen Zwecken. Der Stiftungszweck wird in der Satzung festgeschrieben.

The Ask

The Ask bezeichnet die Spendenbitte, die eine Organisation an ein Unternehmen stellt. Hierbei geht es darum, den potenziellen Großspender um eine vorher definierte Spendensumme zu bitten. Wer den persönlichen Kontakt zu einem möglichen Spender gepflegt hat. wird schließlich auch eine konkrete Spende vorschlagen.

Transparenz

Mit der Transparenz legen Unternehmen oder Organisationen Rechenschaft über ihr berufliches Tun ab. Dazu gehört eine wahre, schnellst mögliche, sachgerechte und umfassende Information über die Arbeit und ihre Ziele, ebenso wie eine vollständige und nachvollziehbare Rechnungslegung. Gerade von Hilfsorganisationen wird eine Offenlegung der Verwendung der Spendengelder gefordert, um eine möglichst große Transparenz und somit Sicherheit zu gewährleisten.

Unique Selling Proposition (USP)

USP steht für das Alleinstellungsmerkmal, das eine Organisation! ein Unternehmen von der Konkurrenz abgrenzt. Das Alleinstellungsmerkmal wirkt attraktiv auf Kunden und zeichnet ein spezielles Leistungsmerkmal aus. Das Angebot das Produkt oder die Dienstleistung hebt sich somit deutlich vom Wettbewerb ab. Das AlleinsteIlungsmerkmal kann in den Dimensionen Preis, Zeit und Qualität erreicht werden.

UnternehmenskooperationjUnternehmensspende

Die Kooperation ist eine Form der freiwilligen zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit von mindestens zwei Unternehmen unter Wahrung wirtschaftlicher und rechtlicher Selbständigkeit. Hierbei können sowohl einzelne Unternehmensfunktionen zwischenbetrieblich koordiniert als auch ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden. Die Unternehmensspenden (Corporate Giving) ist der Oberbegriff für ethisch motiviertes selbstloses Überlassen, Spenden oder Zustiften von Geld oder Sachmitteln, sowie für das kostenlose Überlassen oder Spenden von Unternehmensleistungen, -produkten und -logistik z.B. an eine Hilfsorganisation. Hierbei verfolgt das Unternehmen meiste auch das Ziel der Imageförderung.

Viral Marketing

Viral Marketing ist eine Marketingtorm, die soziale Netzwerke und Medien ausnutzt, um Aufmerksamkeit auf Marken, Produkte oder Kampagnen zu lenken. Die Nachrichten werden meist überraschend und unerwartet verbreitet und haben nicht selten einen höchst interessanten Inhalt. Die Verbreitung der Nachrichten basiert damit letztlich auf Mundpropaganda der Zielgruppe, also der Kommunikation zwischen den Kunden oder Konsumenten. Vor allem im Internet kann virale Verbreitung von Marketingbotschaften funktionieren.

Volunteering

Volunteering, bezeichnet das Freiwilligenprogramm und freiwilliges Engagement einer Person, die sich in diversen Projekten gemeinnütziger Art betätigt. Dieser Einsatz wird meist unentgeltlich oder gegen geringes Entgelt in einem Betrieb oder einer Organisation ausgeführt. Corporate Volunteering bezeichnet die Bereitstellung der Arbeitskraft, der Zeit und des Fachwissens durch das Personal eines Unternehmens für gemeinnützige Einrichtungen.

Wohlfahrtsbriefmarken

Wohlfahrtsmarken erscheinen seit dem Jahre 1949 in Deutschland und erheben neben dem reinen Portobetrag einen "Zuschlag", der für Wohltätige Zwecke weitergegeben wird. Heutzutage erscheinen bei der Deutschen Post jährlich drei verschiedene Briefmarkenserien dieser Art, deren Erlöse Verbänden der Jugendhilfe ("Für die Jugend"), der Deutschen Sporthilfe ("Für den Sport") oder Verbänden der allgemeinen Wohlfahrtspflege (Weihnachtsmarken) zu Gute kommen.

Zuwendungsbestätigung (Spendenquittung)

Die Zuwendung, die Spender an eine Organisation tätigen ist als Sonderausgabe steuerlich abzugsfähig. Die Zuwendungsbestätigung ist gegenüber dem Finanzamt Voraussetzung für den Spendenabzug. Daher sind Spenden für steuerbegünstigte Zwecke nur dann steuerlich abzugsfähig, wenn sie beim Finanzamt durch eine "Förmliche Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster" nachgewiesen werden. Für Spenden unter 200 € benötigt man keine spezielle Bescheinigung, die Finanzämter akzeptieren den Bankbeleg als Quittung. Für Spenden von 200 € und darüber erhält man automatisch eine Bescheinigung, sofern alle notwendigen Informationen wie Name und Adresse übermittelt wurden.

Zweckgebunde Spende

Bei einer Zweckgebundenen Spende bestimmen die SpenderInnen selbst, für welches Projekt bzw. welchen Zweck das gespendete Geld verwendet wird. Dennoch betont das DZI mehr auf Spendenorganisationen als Ganzes zu vertrauen und Spenden in den großen Topf zu geben. Die Hilfsorganisationen erhalten dadurch zusätzliche Flexibilität indem sie aus ihrer fachmännischen Sicht die besonders hilfSbedürftigen Projekte individuell unterstützen können. Zweckgebundene Spenden laufen Gefahr, sich zu sehr auf marketingrelevante Probleme und Projekte zu konzentrieren und andere zu vernachlässigen.