 
Christian Schlichter
Journalist (DJV) und Fundraising Manager (FA)
E-Mail: ch.schlichter@t-online.de 
Termine 
| |
2-09-10, 19:00 Uhr
Thema: Sponsoring
Datum und Zeit: Dienstag, 9. September 20010 Um 19 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche Markgrafenstrasse in Bielefeld (wahrscheinlich wieder der große Raum im Erdgeschoß)
Die Regionalgruppe wird sich intern austauschen über den Bereich des Sponsorings und dabei auch die Thesen von Dr. Marc Beise, Ressortleiter Wirtschaft bei der Süddeutschen Zeitung diskutieren. Ansonsten steht das Treffen im Zeichen des kollegialen Austausches.
Sicher wird auch über die neue Mehrwertsteuer auf Porto sowie der nun neuen Deutungen aus Sicht der Bundesregierung (Verbesserung des Wettbewerbs und damit dauerhafte Preissenkung) sowie einiger Fundraiser (Veränderung des Fundraisings durch neue Methoden) spannend zu diskutieren sein.
__________
11-11-2010, 19:00 Uhr
Thema: Entwicklung im Bereich der Lastschriftverfahren inklusive europäischer Vorgaben
Ort: Haus der Kirche an der Markgrafenstrasse in Bielefeld
|
| |
Bericht über die Veranstaltung am 25. Februar 2010 
Bielefeld. Von den eher pflichtbezogenen hin zu den selbstbezogenen Motiven wandelt sich der Bereich freiwilligen Engagements. Das ist ein Fazit aus dem Vortrag von Susanne Schmeier. Die Mitarbeiterin für Ehrenamtsarbeit beim Welthaus in Bielefeld hatte beim jüngsten Fundraising-Regionaltreff über Motive von Ehrenamtlichen referiert. Dabei arbeitete sie heraus, dass der Weg von bisher altruistischen Motiven, also dem Mitgefühl oder den gestaltungsorientierten Ansätzen Ehrenamtlicher, also mitgestalten zu wollen, sich mehr und mehr wandele hin zu entwicklungsbezogenen Motiven. Ehrenamtliche würden heute bei ihrem Engagement mehr nach persönlicher Bereicherung suchen bis hin zum Spaß daran, etwas Sinnvolles zu tun.
„Eine Organisation muss dabei lernen, wie sie mit Ehrenamtlichen umgeht“, lautete eine ihrer Schlussfolgerungen aus diesem Wandel. Die Schaffung eines adäquaten Angebotes stehe zu Beginn der Ehrenamtlichenarbeit einer Organisation. So gehe es durchaus darum, schnell entsprechende Angebote für Menschen vorzuhalten, die sich engagieren wollten. Eine dauerhafte Betreuung dieser Engagements sei ebenfalls notwendig. Einarbeitung und Qualifizierung seien dabei feste Aufgaben. Dies gehe einher mit der Schaffung einer entsprechenden Ehrenamtskultur.
Der Wert ehrenamtlicher Arbeit wurde in der folgenden Diskussion ebenso thematisiert, wie ganz praktische Fragen nach Versicherungsschutz oder Aufwandsentschädigung. „Welches Arbeitstempo kann ich von Ehrenamtlichen erwarten? war einer der Fragepunkte. Ebenso wie das sensible Feld rund um die Trennung von Ehrenamtlichen.
Zwei Beispiele aus der konkreten Arbeit im Bereich Fundraising folgten. So schilderte Janina Kürschner von opportunity international das Ehrenamtlichen-Programm ihrer Organisation. Erstgespräche, gestaltet wie Vorstellungsgespräche, ebenso wie dann folgende zunächst auf ein halbes Jahr befristete Engagements stellte sie vor. Die Grundsatzentscheidung ihrer Organisation sei jedoch nicht gewesen, Arbeit für Ehrenamtliche zu schaffen. Vielmehr gehe es darum, Menschen zu suchen, die zu oid passten und sich dann engagieren wollten. 20 Botschafter arbeiteten derzeit ehrenamtlich für die Organisation, die sich im Bereich der Mikrofinanzierung engagiert. 14 von ihnen seien bereits Großspender, zog Kürschner ein positives Fazit aus der bisherigen Arbeit.
Wie langwierig der Einsatz von Ehrenamtlichen gerade im Bereich des Fundraisings aber auch sein kann, schilderte Christian Schlichter. Er berichtete von einem Ehrenamtlichen-Projekt eines Pflegeheimes. Für die stetige Betreuung der 150 engagierten Freiwilligen sollte eine feste Stelle der Koordination eingerichtet werden, finanziert durch Spendenmittel. Um die zu generieren hatte sich in dem Haus eine eigene Gruppe gebildet. Der Weg vom Wollen bis hin zum angeleiteten konkreten Einsatz sei jedoch immer wieder mit Hürden belegt. Die Ehrenamtlichen stünden trotz Anleitung und hoher Identifikation doch immer wieder vor der Schwelle des direkten Nachfragens nach Spenden.

|